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woke-washing – Das Anti-Purpose-Buzzword

woke-washing [ ˈwoʊk-ˈwɔʃɪŋ ]

Im Zuge des Aufstiegs des Purpose-Begriffs, hat auch dieser Ausdruck Karriere gemacht. Der Ausdruck „Woke“, stammt ursprünglich aus der Ecke schwarzer Aktivisten. Sie riefen damit dazu auf Rassismus und Menschenrechtsverletzungen in den USA nicht zu übersehen und „wach/aufgeweckt“ zu bleiben. In den letzten Jahren wurde der Begriff dann auch von anderen sozialen und politischen Aktivisten genutzt, bspw. den russischen Pussy Riot. Analog zu „green-washing“, mit dem Unternehmen angeprangert werden, die sich mithilfe von Marketing einen ökologischen Anstrich geben wollen, ohne davon ernsthaft überzeugt zu sein, hat sich auch der Begriff „woke-washing“ etabliert: als Diffamierung für all jene, deren Bemühen um einen Purpose nur allzu leicht als Marketing-Unsinn durchschaubar ist. So schreibt beispielsweise der angesehene englische Guardian: „Woke-washing brands cash in on social justice. It’s lazy and hypocritical“. Ernsthaftigkeit und Ehrlichkeit ist deshalb bei der Suche und Etablierung seines Purpose unerlässlich – insbesondere in Zeiten von Social Media und einem kritisch-wachen Publikum, sonst ist der Shitstorm schon vorprogrammiert. Deshalb: #staywoke.

Ps.: Bereits 2008 sang die US-amerikanische Soul-Sängerin Erykah Badu in ihrem Song „Master Teacher“: I stay woke!

Ingo Rütten

Ingo Rütten
 

INGO RÜTTEN

Strategieberater, Geschäftsführer Zielwerk GmbH, Initiator und Sprecher von Purpose.de

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